Football Manager 2018

  • Ich weiss zwar nicht, ob es hier jemanden gibt, der schon einmal irgendeinen Fussballmanager gespielt hat oder vielleicht sogar jemanden, der sowas aktiv spielt. Trotzdem möchte ich hier an dieser Stelle einen AAR (After Action Report) aufbauen. Es wird nicht eine Managerstory, wie es in Foren wie fmwelten.de oder meistertrainerforum.de Dutzende gibt, sondern wirklich eine reine Berichterstattung über die Ergebnisse.

    Auf Youtube habe ich nämlich mehrere Experimente entdeckt, die verschiedene Letsplayer mit dem Football Manager von Sports Interactive durchgeführt haben (Wer sich dafür interessiert, sucht einfach mal nach "FM18 Experiment"). Ich führe nun selber ein solches Experiment durch, und berichte einfach von den Ergebnissen mit Berichten, als würde es sich um ein echtes Fussballspiel handeln.


    Ich mache das ganze mit dem Football Manager 2018, der aktuellsten Version des Spiels. Ich habe mir den Ingame-Editor dazugekauft und habe mithilfe von diesem einige Daten am Spiel verändert, um zu sehen, wie das Spiel darauf reagiert. Folgende Attribute habe ich verändert:

    - Das mögliche Potential von Schweizer Nachwuchsspieler auf das Maximum angehoben.

    - Bei sämtlichen Schweizer Teams aus den höchsten beiden Ligen die Trainingsanlagen auf Maximal-Niveau erhöht.

    - Jedem Schweizer Super League-Team 500 Millionen auf das Konto überwiesen.


    Anschliessend habe ich die Zeit bis zur WM hin simuliert (also der Zeitraum von Juli 2017 bis Anfang Juni 2018) und stehe nun vor der Endrunde. Meine eingetragenen Werte verändern natürlich die Attribute der aktuellen Spieler nicht. Es wird aber interessant zu sehen sein, ob die Trainingsanlagen in der Schweiz einen Einfluss darauf haben, wie gut sich die Schweizer Spieler entwickeln und ob den aktuellen Nationalspielern, die praktisch alle im Ausland spielen, bereits durch aktuelle Super League-Spieler eine Gefahr droht.

    Während dieses Projektes wird es interessant zu sehen sein, ob die Schweiz an Endrunden eine dominante Rolle einnehmen kann oder nicht. Daneben wird es auch interessant sein, wie sich die Kräfteverhältnisse zwischen den anderen Teams verändern werden. Ich denke so richtige Veränderungen werden erst so nach etwa zehn Jahren im Spiel sichtbar werden. Bis dahin werde ich über das Geschehen aber immer wieder berichten und grossen Turnieren stets erhöhtes Interesse zukommen lassen. Spannend wird auch sein, ob die Super League-Teams ihr Geld dafür aufwenden werden, ihre Kader zu verbessern und dadurch international erfolgreicher werden.


    Da das Spiel im Juli 2017 begann, waren natürlich noch nicht alle Qualispiele gespielt und nicht nur die Gruppen an der WM sehen ganz anders als in Echt aus, sondern auch einige Teams, die eigentlich an der WM sind, sind bei meiner simulierten Version nicht mit dabei. Deshalb beginne ich meinen AAR hier mit einer ausführlichen Vorschau auf die WM 2018. Natürlich dürft ihr auch Feedback zurücklassen und es steht euch frei, euch mit eigenen fantasievollen Texten an der Geschichte zu beteiligen, wenn ihr beispielsweise eine Reaktion auf von mir erstellte Berichte posten wollt. Auch persönliche Tipps zum Ausgang meiner eigenen Endrunde sind hier natürlich gerne gesehen.


    Die Vorschau zur WM 2018 folgt entweder heute Abend oder morgen.

    Hier entsteht für Sie in den nächsten Monaten die beste und schönste Signatur, die Sie je gesehen haben!

  • WM 2018 in Russland - Die grosse Vorschau


    Gruppe A: Die politische Gruppe

    In der Gruppe A treffen mit Gastgeber Russland und den USA zwei Nationen aufeinander, die vor allem politisch sehr viel miteinander zu tun haben. Dänemark und Saudi Arabien komplettieren die Gruppe. Einen Favoriten auszumachen ist schwierig, doch Saudi Arabien wird keine Chance auf die Achtelfinals haben.


    Russland

    Qualifikation: Automatisch qualifiziert als Gastgeber.

    Testspiele vor der WM: Südafrika 0:1, V.A.E. 4:1


    Saudi Arabien

    Qualifikation: Als Gruppendritter via Verbandsplayoffs gegen Usbekistan (0:0 A / 3:1 H) und interkontinentaler Playoffs gegen Trinidad/Tobago (1:0 H / 1:0 A) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Serbien 0:2, Kroatien 0:5


    USA

    Qualifikation: Als Gruppenzweiter (8 Siege, 1 Unentschieden, 1 Niederlage) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Albanien 1:2, Polen 2:1


    Dänemark

    Qualifikation: Als Gruppensieger (8 Siege, 1 Unentschieden, 1 Niederlage) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Kanada 2:0, Israel 0:0


    Prognose: Russland und Dänemark erreichen die Achtelfinals.



    Gruppe B: Erneute Hammergruppe für die Elfenbeinküste

    Wie bereits 2010 bekommt es die Elfenbeinküste mit Brasilien zu tun. Damit noch nicht genug, befindet sich mit Italien ein weiterer Favorit in der gleichen Gruppe. Auch die Iraner dürfen nicht unterschätzt werden.


    Elfenbeinküste

    Qualifikation: Als Gruppensieger (6 Siege) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Griechenland 1:3, Holland 1:1


    Brasilien

    Qualifikation: Als Zweiter (15 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Wales 2:0, Mexiko 3:0


    Italien

    Qualifikation: Als Gruppenzweiter via Verbandsplayoffs gegen Norwegen (2:0 H / 1:0 A) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Südkorea 1:2, Ägypten 2:0


    Iran

    Qualifikation: Als Gruppenzweiter (7 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Ghana 1:2, Österreich 0:1


    Prognose: Brasilien dürfte durchziehen, Italien und die Elfenbeinküste duellieren sich um Platz zwei, wobei Italien die Nase vorne haben wird.



    Gruppe C: Die Todesgruppe

    Man nehme die aktuell stärkste Mannschaft Afrikas, gebe den Titelverteidiger dazu und mische das ganze mit zwei Geheimfavoriten. Fertig ist die Gruppe C mit Senegal, Deutschland, England und Kolumbien. Eine Gruppe, in der für jede Mannschaft jeder Platz drinliegt.


    England

    Qualifikation: Als Gruppensieger (8 Siege, 1 Unentschieden, 1 Niederlage) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Peru 4:1, Chile 2:0


    Deutschland

    Qualifikation: Als Gruppensieger (10 Siege) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Chile 1:0, Südkorea 1:2


    Kolumbien

    Qualifikation: Als Fünfter via interkontinentaler Playoffs gegen Neuseeland (2:0 A / 4:0 H) qualifziert.

    Testspiele vor der WM: Schottland 2:1


    Senegal

    Qualifikation: Als Gruppensieger (3 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Kenia 3:0


    Prognose: Die beiden Europäer setzen sich knapp durch.



    Gruppe D: Der Europameister mit vermeintlich leichter Gruppe

    Wie schon in der Qualifikation treffen die Portugiesen auf die Schweiz. Komplettiert wird die Gruppe durch die beiden Aussenseiter Ägypten und Costa Rica


    Portugal

    Qualifikation: Als Gruppensieger (10 Siege) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Marokko 2:1


    Costa Rica

    Qualifikation: Als Gruppendritter (5 Siege, 1 Unentschieden, 4 Niederlagen) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Guatemala 2:0, Curaçao 3:0


    Ägypten

    Qualifikation: Als Gruppensieger (6 Siege) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Frankreich 2:2, Italien 0:2


    Schweiz

    Qualifikation: Als Gruppenzweiter (8 Siege, 2 Niederlagen) via Verbandsplayoffs gegen Polen (2:1 H / 2:2 A) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Tunesien 2:2


    Prognose: Auch hier setzt sich Europa durch.



    Gruppe E: Die frühen Vögel

    In dieser Gruppe treffen Teams aufeinander, die schon relativ lange qualifiziert sind. Japan war das erste Land, welches sich qualifizieren konnte, Argentinien die Nummer 3. Dazu gesellen sich mit Spanien und Wales zwei Teams, die schon zwei Runden vor Schluss in Europa qualifiziert waren. Kein anderes europäisches Land war früher qualifiziert.


    Argentinien

    Qualifikation: Als Erster (15 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Nordirland 2:0


    Japan

    Qualifikation: Als Gruppensieger (8 Siege, 1 Unentschieden, 1 Niederlage) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Belgien 0:2


    Spanien

    Qualifikation: Als Gruppensieger (9 Siege, 1 Unentschieden) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Tunesien 3:1


    Wales

    Qualifikation: Als Gruppensieger (7 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Brasilien 0:2, Paraguay 2:2


    Prognose: Bis zur Qualifikation spielte Wales überragend, seither konnte man von fünf Spielen nur noch eines gewinnen. Daher werden sie auch in dieser starken Gruppe keine Chance haben. Japan wird an dieser Endrunde überraschen und wird auf Kosten von Spanien oder Argentinien die Achtelfinals erreichen. Welcher der beiden Favoriten scheitern wird, ist jedoch nicht voraussehbar.



    Gruppe F: Ein Rudel Aussenseiter

    In Gruppe F befinden sich vier Teams, die alle keine reele Chance auf den Titel haben, doch unter günstigen Vorraussetzungen weit kommen könnten. Aufgrund der Auslosung und der Tatsache, dass die Achtelfinals gegen die beiden Teams aus Gruppe E ausgetragen werden, wird es jedoch schwierig, dass ein Team weiter als das Achtelfinale kommt.


    Australien

    Qualifikation: Als Gruppenzweiter (6 Siege, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Slowakei 1:2, Tschechien 1:0


    Kroatien

    Qualifikation: Als Gruppensieger (7 Siege, 3 Unentschieden) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Saudi Arabien 5:0


    Mexiko

    Qualifikation: Als Gruppensieger (8 Siege, 2 Unentschieden) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Brasilien 0:3


    Uruguay

    Qualifikation: Als Vierter (8 Siege, 4 Unentschieden, 6 Niederlagen) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Rumänien 0:2, Ungarn 3:0


    Prognose: Theoretisch könnte jedes Team weiterkommen, da wir uns auf zwei Teams festlegen wollen, tippen wir auf Uruguay und Kroatien.



    Gruppe G: Die, die wissen, wie man gewinnt

    Der Europameister 2004 (Griechenland), der Sieger der Copa America 2015 und 2016 (Chile) und der Sieger African Nations Championship 2018 (Nigeria) treffen in Gruppe G aufeinander. Komplettiert wird die Gruppe durch die Holländer, welche nach dem Verpassen der EM 2016 auf Wiedergutmachungstour sind. Da beim African Nations Championship nur Spieler eingesetzt werden dürfen, die in der eigenen Liga spielen, ist jedoch kein Spieler im WM-Kader von Nigeria, welcher den Titel holen konnte. Und auch Europameister sind keine mehr dabei.


    Chile

    Qualifikation: Als Dritter (11 Siege, 2 Unentschieden, 5 Niederlagen) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Deutschland 0:1, England 0:2


    Nigeria

    Qualifikation: Als Gruppensieger (5 Siege, 1 Niederlage) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Zypern 2:1, Frankreich 1:4


    Griechenland

    Qualifikation: Als Gruppenzweiter (6 Siege, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen) via Verbandsplayoff gegen Österreich (1:1 H / 1:1 5:3n.E. A) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Elfenbeinküste 3:1, Bolivien 1:0


    Holland

    Qualifikation: Als Gruppensieger (8 Siege, 2 Unentschieden) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Ecuador 3:1, Elfenbeinküste 1:1


    Prognose: Obwohl auch hier jedes Team stark genug ist, um die Achtelfinals zu erreichen, setzen sich am Ende die leichten Favoriten Chile und Holland durch.



    Gruppe H: Die klarste Gruppe?

    Zum Schluss kommen wir noch zu Gruppe H. In keiner anderen Gruppe sind die Stärkeverhältnisse so klar aufgeteilt wie in dieser Gruppe. Die zwei Turnierfavoriten Belgien und Frankreich bekommen es mit Südkorea und Tunesien zu tun. Doch aufgepasst, die beiden Nationen haben eine starke Quali gespielt und Südkorea überraschte zusätzlich in den Testspielen vor der WM.


    Tunesien

    Qualifikation: Als Gruppensieger (5 Siege, 1 Unentschieden) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Schweiz 2:2, Spanien 1:3


    Frankreich

    Qualifikation: Als Gruppenzweiter (7 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage) via Verbandsplayoff gegen Schottland (1:0 H / 2:1 A) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Ägypten 2:2, Nigeria 4:1


    Belgien

    Qualifikation: Als Gruppensieger (7 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Südafrika 4:0, Japan 2:0


    Südkorea

    Qualifikation: Als Gruppensieger (9 Siege, 1 Unentschieden) qualifiziert.

    Testspiele vor der WM: Italien 2:1, Deutschland 2:1


    Prognose: Südkorea konserviert die starke Form der Vorbereitung und schafft den Sprung ins Achtelfinale. Belgien verpasst dadurch die KO-Phase, in die Frankreich einziehen wird.



    Wen seht ihr in der Favoritenrolle? Welche Nationen werden sich durchsetzen? Ich bin auf eure Tipps (sofern denn welche kommen) gespannt.

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  • Freitag, 15. Juni 2018


    Die WM ist eröffnet und hätte beinahe gleich im ersten Spiel eine Überraschung gebracht. Gastgeber Russland war zwar klar überlegen, brauchte jedoch eine Standart-Situation, um zum Erfolg zu kommen. Einer war bei fast jeder wichtigen Aktion involviert: Alan Dzagoev. Der Mittelfeldspieler von ZSKA Moskau, der übermorgen 28 Jahre alt wird, leitete in der ersten Halbzeit mit einem Fehlpass den Konter ein, der zum 0:1 führte und wurde kurz vor der Pause verwarnt. In der zweiten Halbzeit gab er mittels Freistoss die Vorlage zum 1:1 und seine Balleroberung im Mittelfeld führte dann via Smolov zu Golovin, der zum 2:1-Siegtreffer einschieben konnte. In der Schlussphase handelte er sich für eine dumme Aktion noch die zweite gelbe Karte und somit einen Platzverweis ein.


    Russland - Saudi Arabien 2:1 (0:1)
    Moskau, 81'006 Zuschauer
    Tore: 35' Al-Mehallel 0:1, 52' Vasin 1:1, 67' Golovin 2:1

    Karten: 20' Schennikov (RUS), 45' Dzagoev (RUS), 84' Dzagoev (RUS)



    Im Abendspiel trafen dann die USA auf Dänemark. Das Endergebnis täuscht über das Geschehene hinweg. Der Match war grösstenteils ausgeglichen und die Skandinavier waren nur bei der Chancenverwertung überlegen. Nach einer torlosen ersten Halbzeit sorgten drei wunderbar vorgetragene Angriffe in der zweiten Halbzeit für die Differenz.


    USA - Dänemark 0:3 (0:0)
    Saransk, 44'149 Zuschauer
    Tore: 51' Eriksen 0:1, 61' Dolberg 0:2, 81' Sisto 0:3
    Karten: 2' Warner (USA), 45'+1 Newton (USA), 57' Durmisi (DEN), 79' Durmisi (DEN), 87' Johnson (USA), 90'+2 Wass (DEN)

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  • Samstag, 16. Juni 2018


    Der zweite WM-Tag bot die ersten Spitzenspiele. Den Auftakt machten um 15 Uhr die Elfenbeinküste und Brasilien. Der Favorit aus Südamerika hatte dabei mehr Mühe, als erwartet. Nach einer torlosen ersten Halbzeit konnten die Ivorer mittels Elfmeter in Führung gehen. Als dann mit Marquinhos auch im dritten WM-Spiel ein Spieler vom Platz gestellt wurde, glaubte niemand mehr so richtig an eine Rückkehr der Brasilianer. Mit dem einzigen Angriff der zweiten Halbzeit gelang dann Roberto Firmino dann aber doch noch der Ausgleich. bei dem es dann bliebt.


    Elfenbeinküste - Brasilien 1:1 (0:0)
    Sotschi, 45'000 Zuschauer

    Tore: 48' Kessie (Elfmeter) 1:0, 76' Roberte Firmino 1:1

    Karten: 34' Roberto Firmino (BRA), 35' Aurier (CIV), 48' Marquinhos (BRA), 50' Casemiro (BRA), 58' Marquinhos (BRA), 66' Alves (BRA), 75' Zaha (CIV)



    Um 17 Uhr folgte dann das absolute Topspiel des Tages mit dem ersten Duell der Gruppe C von England und Titelverteidiger Deutschland. Die erste halbe Stunde geht dabei wohl als die schwärzeste in der Fussball-Geschichte Deutschland ein. Zunächst musste Müller bereits nach drei Minuten das Feld mit Verdacht auf Knöchelbruch verlassen. Das Turnier dürfte für ihn bereits vorbei sein, für ihn kam Werner ins Spiel. In der 11. und der 17. Minute gelang England dann ein Doppelschlag zur 2:0-Führung. Damit noch nicht genug, musste kurz darauf auch Götze verletzt raus. Er schien Probleme mit der Leiste zu haben. In der 25. Minute prallte Hummels mit Sterling zusammen und auch Hummels musste das Feld verletzt verlassen - Verdacht auf Hirnerschütterung! In der 32. Minute verletzte sich auch noch Mesut Özil ohne Fremdeinwirkung an der Hüfte und konnte nicht mehr weitermachen. Weil Deutschland das Wechselkontingent schon aufgebraucht hatte, konnten sie nicht mehr wechseln. Von diesen Schocks erholte sich Deutschland nicht mehr und verlor die Partie und kurz vor Schluss erwischte es dann auch noch Sami Khedira am Knöchel. Für das wichtige Spiel gegen Kolumbien sollte er jedoch wieder fit sein, was bei den anderen vier wohl nicht der Fall sein wird.


    England - Deutschland 2:0 (2:0)
    Nishni Nowgorod, 45'331 Zuschauer

    Tore: 11' Henderson 1:0, 17' Sterling 2:0

    Karten: 83' Henderson (ENG), 88' Hector (GER)



    Im Abendspiel standen sich dann noch Italien und der Iran aus der Gruppe B gegenüber. Die klar favorisierten Italiener liessen keine Zweifel aufkommen, wer dieses Spiel gewinnen würde. Bereits nach 53 Sekunden lag der Ball ein erstes Mal im Netz. Wenn man den Südeuropäern einen Vorwurf machen möchte, dann der, dass sie zuviele Chancen liegen liessen. Bereits zur Pause hätte es problemlos 3:0 oder gar 4:0 stehen müssen. In der zweiten Hälfte nahm dann Italien das Tempo raus, ohne dabei die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Nach 70 Minuten gelang dann doch noch das zweite Tor. Gegen Brasilien und die Elfenbeinküste muss dann aber eine klare Leistungssteigerung her.


    Italien - Iran 2:0 (1:0)
    Kazan, 45'105 Zuschauer

    Tore: 1' Caldara 1:0, 70' Belotti 2:0

    Karten: 28' Di Sciglio (ITA), 44' Spinazzola (ITA), 48' Khalili (IRN), 75' Pahlevan (IRN), 76' Jorginho (ITA)

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  • Sonntag, 17. Juni 2018


    Im Nachmittagsspiel um 15 Uhr kam es zum ersten Auftritt von Superstar Cristiano Ronaldo, der jedoch eine schwache Partie zeigte und kaum einmal in Erscheinung trat. Deutlich mehr im Mittelpunkt stand Schiedsrichter Mohammed aus Nigeria, welcher in der ersten Halbzeit ausschliesslich Portugiesen verwarnte, um dann in der zweiten nur noch die Mittelamerikaner zu belasten. Die erste halbe Stunde gehörte klar dem amtierenden Europameister, welcher dann auch durch Andre Silva in Führung gehen konnte. Kurz danach sah der Stürmer jedoch die zweite gelbe Karte und Portugal musste fortan zu zehnt auskommen.

    Dies führte zu einer ausgeglicheneren Partie in Halbzeit Nummer 2. Es dauerte jedoch bis in die 78. Minute ehe Costa Rica ausgleichen konnte. Obwohl man in Unterzahl spielte, suchten nun die Portugiesen mit aller Kraft den Siegestreffer und wurden schliesslich in der 90. Minute für ihr Anrennen belohnt, also der eingewechselte Jota mit seinem ersten Länderspieltor den Sieg realisieren konnte.


    Portugal - Costa Rica 2:1 (1:0)

    Saransk, 44'149 Zuschauer

    Tore: 32' André Silva 1:0, 78' Campbell 1:1, 90' Jota 2:1

    Karten: 25' Guerreiro (POR), 27' André Silva (POR), 29' Semedo (POR), 38' André Silva (POR), 53' Garbanzo (CRC), 61' Borges (CRC), 68' Tejeda (CRC), 73' Elizondo (CRC), 82' Campbell (CRC)



    Als um 17 Uhr das Spiel zwischen Ägypten und der Schweiz angepfiffen wurde, ahnten die Zuschauer in Rostov noch nicht, dass sie gleich Zeuge des bisher besten Spiels des Turniers werden würden. Die Schweizer, die ohne die verletzten Behrami und Lichtsteiner als Aussenseiter gehandelt wurden, begannen agressiver und kamen zu ersten Torchancen. Den ersten Treffer erzielte dann aber Salah mit einer schönen Einzelleistung nach rund 20 Minuten. Kurz vor der Pause hatte dann Bassam sogar noch das 2:0 auf dem Fuss, nachdem zuvor Shaqiri eine Chance zum Ausgleich kläglich vergeben hatte.

    Shaqiri stand dann aber zu Beginn der zweiten Halbzeit am Anfang des Ausgleichs. Sein Eckball wurde von Qa'oud ungenügend geklärt und Rodriguez konnte denn Ball aus rund zehn Metern Entfernung in die untere rechte Ecke einschiessen. Auch für das nächste Tor war ein Schweizer Abwehrspieler zuständig. Fabian Schär lenkte eine Flanke von Elneny so unglücklich ab, dass es für Hitz im Tor der Schweizer nichts zu halten gab. Nun übernahm die Schweiz aber wieder das Spieldiktat und versuchte wehement auf den Ausgleich zu drücken. Nachdem Seferovic in der 81. Minute nur den Pfosten getroffen hatte, wurde er kurze Zeit später im Strafraum regelwidrig zurückgehalten - Penalty! Den fälligen Strafstoss verwandelte Rodriguez souverän, der damit zum ersten Doppeltorschützen dieser Endrunde wurde. Ein weiterer fataler Fehler in der Hintermannschaft brachte die Schweiz dann am Ende doch noch um den Punkt. Salah eroberte den Ball an der Strafraumgrenze und bediente Bassam, der in der 88. Minute den 3:2-Siegtreffer erzielen konnte. Auf die dritte Führung der Ägypter fanden die Schweizer keine Antwort mehr.


    Ägypten - Schweiz 3:2 (1:0)

    Rostov, 45'145 Zuschauer

    Tore: 21' Salah 1:0, 49' Rodriguez 1:1, 60' Schär (Eigentor) 2:1, 83' Rodriguez (Elfmeter) 2:2, 88' Bassam 3:2

    Karten: 39' Bassam (EGY)



    Im Abendspiel trafen dann mit Kolumbien und Senegal die beiden Aussenseiter aus Gruppe C aufeinander. Da man nicht erwarten kann, dass sich die beiden gegen England UND Deutschland durchsetzen würden, war die Devise eindeutig. Dieses Direktduell musste gewonnen werden. Gleich zu Beginn war klar, dass die Kolumbianer mehr Interesse an der Spielgestaltung hatten, während sich die Afrikaner eher aufs Kontern beschränken würden. Nach zwei guten Chancen für Kolumbien durch Falcao und Muriel war es dann auch tatsächlich einer dieser Konter, der den Senegalesen die Führung einbrachte. Mané verwertete eine Baldé-Vorlage perfekt. Als kurz vor der Pause Diatta vom Platz flog, wurde das senegalesische Spiel noch defensiver.

    In der zweiten Halbzeit rannten die Kolumbianer dann erfolglos diesem Rückstand hinterher. Zu engmaschig wurde nun seitens des Senegals verteidigt und die Abschlüsse der Südamerikaner gingen allesamt am Tor vorbei. Schlimmer noch: Mit einem der seltenen Konterangriffe gelang Baldé gar noch das 2:0 und somit steht Kolumbien bereits vor dem Aus.


    Kolumbien - Senegal 0:2 (0:1)

    Moskau, 46'990 Zuschauer

    Tore: 28' Mané 0:1, 80' Baldé 0:2

    Karten: 26' Diatta (SEN), 31' Sanchez (COL), 41' Diatta (SEN), 45'+2 Gueye (SEN), 47' Kara (SEN), 52' Baldé (SEN), 71' Balanta (COL), 81' Barrios (COL), 88' Falcao (COL)

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  • Montag, 18. Juni 2018


    Das Nachmittagsspiel zwischen Argentinien und Japan nahm nicht den Verlauf, den man erwartet hatte. Zwar war Argentinien klar die spielbestimmende Mannschaft, gefährliche Torchancen war jedoch Mangelware. Die beste davon vergab Messi nach rund 20 Minuten. Kurz vor der Pause führte dann eine Standardsituation zur Führung durch Higuain. Die zweite Hälfte plätscherte dann so dahin, ohne das wirkliche Gefahr für eines der beiden Tore bestand. Erst als Di Maria etwa 20 Meter vor dem Tor Kagawa zu Fall brachte, wurde es hektisch im Strafraum der Südamerikaner. Den direkten Versuch von Honda konnte Goalie Rulli noch parieren, gegen den Nachschuss von Okazaki war er dann machtlos. Nun war plötzlich Japan die klar bessere Mannschaft und vergab in der 81. Minute eine Riesenchance zur Führung. Okazaki verschoss einen Elfmeter, nachdem Honda im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Gegen Ende wollten dann die Japaner aber zuviel, wurden ausgekontert und Dybala traf in der Nachspielzeit zum äusserst glücklichen Sieg der Argentinier.


    Argentinien - Japan 2:1 (1:0)
    Wolgograd, 45'568 Zuschauer

    Tore: 44' Higuain 1:0, 73' Okazaki 1:1, 90'+2 Dybala 2:1

    Karten: 1' Muto (JPN), 23' Tateishi (JPN), 58' Correa (ARG), 72' Di Maria (ARG), 90' Sakai (JPN)



    Im zweiten Spiel des Tages trafen Australien und Kroatien aufeinander. Wie schon in ersten Spiel entschied ein spätes Tor die Partie zu Gunsten des Favoriten. Was die Zuschauer in Samara aber davor erlebt haben, lässt sich nicht mit der anderen Partie vergleichen. Australien war hoffnungslos unterlegen und verzeichnete im gesamten Spiel keine einzige Torchance. Oftmals wusste man sich nur mit Fouls zu helfen und war irgendwie immer einen Schritt zu spät. Doch die Kroaten versagten mal für mal im Abschluss. Als sich ein Unentschieden abzeichnete brachte Barratt den kurz zuvor eingewechselten Kalinic im Sechzehnmeterraum zu Fall und Rakitic konnte den fälligen Strafstoss verwerten.


    Australien - Kroatien 0:1 (0:0)
    Samara, 44'807 Zuschauer

    Tore: 90'+2 Rakitic (Elfmeter) 0:1

    Karten: 45'+2 Williams (AUS), 59' Sainsbury (AUS), 90'+2 Barratt (AUS)



    Im Abendspiel standen sich dann die beiden Europäischen Teams der Gruppe E gegenüber und auch hier sollten die Kräfteverhältnisse klar sein. Spanien ging als Favorit in diese Partie, brauchte aber 29 Minuten, bis man dank Morata in Führung gehen konnte. Unmittelbar nach der Pause konnte Isco auf 2:0 stellen. Danach kam Wales, das bisher vor allem durch Fouls auffiel, immer besser ins Spiel. Innert zehn Minuten gelangen Woodburn und Williams zwei Tore und die Partie konnte wieder von vorne los gehen. Bei beiden Tore hatte Superstar Bale den Fuss im Spiel. Ebenfalls den Fuss im Spiel hatte er in der 77. Minute, als er im eigenen Strafraum Koke zu Fall brachte. Isco traf vom Punkt zum 3:2. Kurz vor Schluss gelang dann Pedro noch das 4:2. Es wurde jedoch noch schlimmer für Wales. Als das Spiel eigentlich schon zu Ende war, fasste Bale noch seine zweite gelbe Karte in diesem Spiel und fehlt somit für das wichtige Spiel gegen Japan.


    Spanien - Wales 4:2 (1:0)
    Moskau, 81'006 Zuschauer

    Tore: 29' Morata 1:0, 48' Isco 2:0, 57' Woodburn 2:1, 67' Williams 2:2, 78' Isco (Elfmeter) 3:2, 87' Pedro 4:2

    Karten: 1' Sadler (WAL), 3' Williams (WAL), 7' Carvajal (ESP), 18' Azpilicueta (ESP), 43' Ramsey (WAL), 50' Allen (WAL), 76' Bale (WAL), 90'+6 Bale (WAL)

    Hier entsteht für Sie in den nächsten Monaten die beste und schönste Signatur, die Sie je gesehen haben!

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